Proto Chemicals AG
Über den Nachhaltigkeitsbeitrag der emissionsarmen Wirkstoffsynthese der Proto Chemicals AG
Mit der Umstellung ihrer Produktionsprozesse auf eine Kombination aus Nieder- und Hochtemperaturwärmepumpen ist es der Proto Chemicals AG gelungen, die Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe unabhängig von fossilen Brennstoffen zu gestalten.
Umwelt: Produktion durch geschlossenen Energiekreislauf
Das Wärmepumpensystem wird mit Strom aus Schweizer Wasserkraft und aus betriebsinterner Abwärme- und Kühlenergieströme, die aufbereitet und dem Produktionsprozess erneut zugeführt werden, betrieben. Dadurch entsteht ein geschlossener Energiekreislauf, der jährlich rund 1'600 Tonnen CO2 und vier Gigawattstunden Primärenergie einspart. Die Anlage gilt als weltweit eines der ersten Systeme, das eine vollständig fossilfreie Wirkstoffsynthese im industriellen Massstab ermöglicht.
Gesellschaft: Innovation mit Ausstrahlungskraft
Mit ihrer Pionierleistung zeigt die Proto Chemicals AG, dass nachhaltige Technologien auch in energieintensiven Industrieprozessen erfolgreich eingesetzt werden können. Das Projekt setzt neue Standards für die klimafreundliche Produktion von Wirkstoffen und dient als Vorbild für die industrielle Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft.
Wirtschaft: Investition mit Zukunftswirkung
Mit der Investition in die emissionsarme Wirkstoffsynthese stärkt das Unternehmen seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der konzernweiten Klimaziele. Die Umsetzung mit regionalen Partnern schafft zusätzliche Wertschöpfung und unterstreicht die Bedeutung nachhaltiger Innovationen für einen zukunftsfähigen Industriestandort.
Über die Gewinnerinnen der Sonderpreise
Im Jubiläumsjahr konnte das erste Mal in allen drei Sparten der Nachhaltigkeitskriterien ein Sonderpreis verliehen werden. Schecks in der Höhe von je 1'000 Franken wurden durch die Glarner Wirtschaftskammer, KlimaGlarus.ch und die Glarner Gemeinnützige für ausserordentliche Leistungen gestiftet. In der Sparte Umwelt wurde die Interessensgemeinschaft für einen nachhaltigen und naturnahen Lebensraum (IGNA) geehrt, die Permakulturen auf sonst brach liegenden Flächen im ganzen Glarnerland ermöglichen und auch selbst betreuen. Die Firma ANAVIA wurde für ihre technologische Innovationskraft und die breite Schaffung hoch spezialisierter Arbeitsplätze mit dem Preis für die Sparte Wirtschaft ausgezeichnet. Mit dem Sonderpreis Gesellschaft wurde das Team 6417 Fridolins Robotik geehrt. Dieses nimmt eine wichtige Funktion als Stütze für junge Talente über alle Ausbildungsgrenzen hinaus ein.