Treibhausgasemissionen
Seit 2003 werden jährlich systematisch Umweltkennzahlen erfasst, stetig überprüft und bei Bedarf ergänzt. Seit 2020 veröffentlicht die Glarner Kantonalbank ihre Messungen in Form einer CO2-Bilanz. Mit der Strategie FOKUS26 werden neu die finanzierten Emissionen, welche typischerweise mit Abstand den grössten Anteil der Treibhausgasemissionen einer Bank ausmachen, gemessen und ausgewiesen.
Die Betriebsemissionen der Glarner Kantonalbank
Alle Treibhausgasemissionen werden mit der Methodik des Green House Gas Protocol berechnet und entsprechend ausgewiesen:
- Scope 1: Direkte Emissionen aus Energie und Wärme
- Scope 2: Indirekte Emissionen aus Energiebezug (Strom und Wärme)
- Scope 3: Indirekte Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Lieferkette
Der Scope 3 wird wiederum in 15 verschiedene Kategorien aufgeteilt. Kategorie 15 entspricht bei einer Bank den finanzierten Emissionen und wird bei der Glarner Kantonalbank separat behandelt. Die restlichen Emissionen (Betriebsemissionen) werden durch ClimatePartner erstellt und validiert.
Die finanzierten Emissionen der Glarner Kantonalbank
Die finanzierten Emissionen machen bei einer Bank typischerweise den Grossteil aus und werden aufgrund deren Komplexität separat behandelt. Die Glarner Kantonalbank verfolgt die strategische Kennzahl «Reduktion Emissionsintensität finanzierte Wohnimmobilien» und weist diese im Geschäftsbericht aus. Im Nachhaltigkeitsbericht ist die zu Grunde liegende Emissionsintensität pro Berichtsjahr ausgewiesen.
Der Ausbau der Berichterstattung über weitere Aspekte der finanzierten Emissionen (Anlagen, weitere Kredite) wird geprüft.
Ziele der Glarner Kantonalbank
Die Glarner Kantonalbank hat sich folgende Ziele im Bereich der Treibhausgasemissionen gesetzt:
Bis 2030:
- Reduktion der Emissionsintensität (tCO2e/inv. Mio. CHF) in finanzierten Wohnimmobilien um 40% zum Basisjahr 2022
- Reduktion der Scope 1 & 2 Emissionen (tCO2e) um 60% zum Basisjahr 2022
Erreichen von Netto-Null Emissionen:
- Scope 1 & 2 Emissionen bis 2030
- Wohnimmobilienportfolio bis 2050