Gutes Ergebnis der Glarner Kantonalbank im ESAF-Jahr 2025
Die Glarner Kantonalbank kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Nach einem herausfordernden ersten Halbjahr konnte die Bank in der zweiten Jahreshälfte das Ergebnis massgeblich steigern. Trotz des einmaligen Aufwands als Königspartner des ESAF 2025 Glarnerland+ erzielte die Bank einen Geschäftserfolg von 25,9 Mio. Franken, woraus ein Reingewinn von 21,8 Mio. Franken resultiert. Mit der Lancierung von glarix.ch – der Plattform für alle digitalen GLKB Retailangebote – sowie dem Relaunch der Website glkb.ch wurden zwei wichtige Projekte der Glarner Kantonalbank im vergangenen Jahr abgeschlossen.
Gutes operatives Ergebnis
Die rasche Senkung der schweizerischen Leitzinsen von 1 Prozent im Dezember 2024 auf 0 Prozent im Juni 2025 führte zu einem rückläufigen Zinserfolg. Der Zinsertrag kommt bei 106,7 Mio. Franken zu liegen, während sich der Zinsaufwand auf 66 Mio. Franken beläuft. Daraus ergibt sich ein Nettoerfolg im Zinsengeschäft von 53,4 Mio. Franken (–8,7 %). Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Bildung vorsorglicher Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken. Die 2021 gestartete Initialäufnung konnte per Ende 2025 abgeschlossen werden. Die gebildeten Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken belaufen sich nun auf 15 Mio. Franken und stärken damit die Resilienz der Bank.
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft kann die Bank eine Zunahme von 3,1 Prozent auf 17,9 Mio. Franken verzeichnen. Dazu beigetragen hat einerseits das Anlagegeschäft (+7,0 %) dank höherer Kundenaktivitäten und einer Zunahme der verwalteten Vermögen. Andererseits haben sich auch der Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft (+8,4 %) wie auch aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft (+11,1 %) erfreulich entwickelt. Belastend wirken sich hingegen höhere Kommissionsaufwände aus.
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft beträgt 18,8 Mio. Franken, was eine Verbesserung von 13,5 Prozent bedeutet. Während die Erträge aus Devisenswaps das Handelsergebnis stärken, wirken sich die Aufwände negativ auf das Zinsergebnis aus.
Geschäftszweig bitubi entwickelt sich weiterhin stark
Der Geschäftszweig bitubi entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 mit einem Wachstum von 0,8 Mio. Franken (+10,2 %) erfreulich. Die Kundenbasis konnte mit neuen Software-Lizenzpartnern ausgebaut werden, was unter anderem zu einer Steigerung bei den Software- und Lizenzeinnahmen geführt hat.
Kosten konnten reduziert werden
Der Geschäftsaufwand konnte im Jahr 2025 um 0,6 Prozent reduziert werden, was eine klare Folge des Kostenbewusstseins und aktiven Kostenmanagements der Bank im Rahmen der Strategie Fokus26 ist. Der Personalaufwand bleibt stabil und liegt mit 41 Mio. Franken nahe beim Vorjahreswert von 41,3 Mio. Franken. Auch beim Sachaufwand von 23,4 Mio. Franken (–0,4 Prozent) bewegt sich die Bank auf Vorjahresniveau. Auf der Aufwandseite schlagen die ausserordentlichen Ausgaben für das ESAF 2025 wie auch wichtige Investitionen in die IT-Sicherheit zu Buche. Die reduzierte Abgeltung für die Staatsgarantie wirkte sich hingegen positiv auf die Entwicklung des Geschäftsaufwands aus.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen belaufen sich für das Gesamtjahr auf 5,3 Mio. Franken. Darin enthalten ist der zusätzliche Abschreibungs- und Wertberichtigungsbedarf für die Einstellung der 3a-Vorsorgelösung Bench, der im ersten Halbjahr verbucht werden musste.
Bilanzsumme wächst auf 9,2 Mrd. Franken
Die Bilanzsumme liegt per 31. Dezember 2025 bei 9,2 Mrd. Franken, was einem Wachstum von 89,6 Mio. Franken (+1,0 %) entspricht. Aktivseitig fokussierte sich die Glarner Kantonalbank angesichts der neuen finalen Basel-III-Regulatorien auf die qualitative Entwicklung der Hypothekarportfolios. Gleichwohl wurde eine Zunahme der Hypothekarforderungen von 148 Mio. Franken erzielt. Mit flüssigen Mitteln in der Höhe von 1,6 Mrd. Franken verfügt die Bank per Jahresende über eine ausgezeichnete Liquidität. Passivseitig steigen die Verpflichtungen gegenüber Kunden auf 4,8 Mrd. Franken (+3,5 %) – dieser Wert bestätigt das grosse Vertrauen der Kundinnen und Kunden gegenüber der Glarner Kantonalbank.
Per Ende Jahr 2025 weist die Bank einen Eigenmitteldeckungsgrad von 241,6 Prozent aus, was deutlich über der Vorgabe des Kantonalbankgesetzes von 165 Prozent liegt. Die Gesamtkapitalquote beträgt entsprechend
19,3 Prozent (Vorjahr 18,5 %). Die kontinuierlichen Kapitaloptimierungsmassnahmen tragen zu einer Erhöhung der CET1 Ratio auf 12,0 Prozent bei.
Unveränderter Dividendenantrag und 13 Mio. Franken für die öffentliche Hand
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von 1.00 Franken pro Aktie. Auf Basis des Jahresendkurses der GLKB-Aktie von 21.10 Franken beträgt die Dividendenrendite attraktive
4,7 Prozent. Die Glarner Kantonalbank schüttet 5,65 Mio. Franken an die rund 4'800 Publikumsaktionäre aus.
Bei Genehmigung der Dividende durch die Generalversammlung fliessen mit der Abgeltung für die Staatsgarantie, den Steuern und der beantragten Dividendenausschüttung 13 Mio. Franken an die öffentliche Hand.
Strategische Kennzahlen per Ende 2025
Mit Ausnahme der stets einzuhaltenden Gesamtkapitalquote sind die vorgegebenen strategischen Kennzahlen Ende der Strategieperiode 2026 zu erreichen.
| Kennzahl | Ziel Fokus26 | Ziel Ende 2030 gegenüber Basis 2022 |
Wert per 31.12.2025 |
| Gesamtkapitalquote | mind. 17,0 % | – | 19,3 % |
|
Cost-Income-Ratio |
max. 62,0 % | – | 66,2 % |
| Eigenkapitalrendite (vor Steuern) | mind. 7,0 % | – | 5,9 % |
| Reduktion Emissionsintensität finanzierte Wohnimmobilien |
– | mind. 40 % | 19,1 % |
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